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DerSonntags...
Gelöschter Benutzer

Re: WH40K Schattenjäger

von DerSonntagsHeld am 01.07.2015 10:33

Meiner Meinung nach ist die 2 Regeledition durchwachsen.
Gute Neuerungen und auch schlechte.

Wenn Du ohnehin nur das deutsche Regelwerk möchtest, sollte sich noch ein bis zwei Jahre lohnen, die 1. Edition zu nutzen und auch zuzulegen.

Da allerdings langsam weitere Bücher im Englischen erscheinen, ist damit zu rechnen, daß irgendwann auch auf diese Regelserie umgestiegen wird.
(Ich selbst nutze es bereits, da ich die erste Edition überreguliert finde.) 

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La_Cipolla

38, Männlich

Beiträge: 533

Re: Autoren zwischen krank und genial

von La_Cipolla am 01.07.2015 09:47

Um als Künstler was zu taugen, darf man nicht komplett am Arsch sein
Aber Blickkontakt zum Abgrund muss schon da sein"




Ernsthaft, gerade die langfristig bekannten Leute sind meistens nur bekannt geworden, weil ihre Bücher irgendwie aus der Menge herausgestochen haben, und dazu muss halt auch das Denken ein bisschen vom Durchschnitt abweichen. Ich sage nicht mal, dass es lustig verrückt oder "cool anders" (tm) sein muss, es reicht auch, wenn man sich bspw. sehr gut in andere Situationen, Zeiten und Menschen hineinversetzen kann, oder wenn man Bekanntes mehr oder weniger subtil twisten lässt. 

Will sagen, ich denke der Übergang ist fließend.

Mein verstörendstes Leseerlebnis war wohl "The Nihilesthete" von Richard Kalich. Mannomann. Bei den alten Bekannten merkt man es aber auch gut, ich sage nur Poe, Schnitzler oder Hesse. Wobei man gerade bei den letzten beiden auch ebenso gut merkt, dass sie sich die Füße in der Realität bewahrt haben, was ich bspw. bei Lovecraft nicht beschwören möchte. Der scheint mir schon wie ein ziemliches Würstchen, trotz aller Begabung.

Los Muertos, ein Rollenspiel mit Skeletten - Inklusive Thread am Nerdpol!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.07.2015 09:48.

Clawdeen

49, Weiblich

Beiträge: 694

Re: Autoren zwischen krank und genial

von Clawdeen am 01.07.2015 06:57

@Clawdeen: Ich hoffe, ich konnte die Sache mit Stephen King etwas erhellen

Ja, danke. 

Du schreibst oben im Vergleich von Thrillern - vielleicht auch eine Frage der Einordnung? King schreibt ja phantastische Romane, was ja schon einigen Unterschied ausmacht, da finde ich - rein genrebezogen - den Vergleich mit Lovecraft natürlich grundsätzlich treffender.
Thriller können - im Vergleich zu den meisten Krimis, mal abgesehen von neueren Sachen wie von Jussi Adler-Olsen (den du ja u.a. bei dem Vergleich vielleicht meintest?) - ohnehin leichter schocken, weil ihnen das übernatürliche Element fehlt, sie damit dichter an der Realität (oder einer dem sehr nahe kommenden Variante) sind und damit wiederum "näher" an einem dran. Eins der Bücher, das mich am meisten schockiert hat, ist ein Thriller (mir fällt der Titel gerade nicht ein; vielleicht reiche ich den mal nach, wenn er mir wieder einfällt).

Gefragt habe ich, weil ich King tatsächlich eher gegensätzlich wahrnehme. King ist für mich: Normale Leute nehmen, sie irgendwelchen übernatürlichen Dingen aussetzen und gucken, was passiert. Was dabei heraus kommt, entfaltet sich in der Regel über mehrere Hundert Seiten hinweg, hat keine oder wenige Schocker, dafür aber eine Menge Subtext (gesellschaftliche Themen, biografische Erlebnisse des Autors). Auf diese Punkte (allein) bezogen finde ich den häufigen Vergleich von John Ajvide Lindqvist (um mal wieder einen Schweden einzuwerfen *g*) mit Stephen King übrigens auch ziemlich passend.

Wenn ich an "krank" denke, fällt mir als erstes Richard Laymon ein. Genial fällt mir zu ihm nicht ein, dazu hat er zu trashig geschrieben, aber "krank" passt da allemal. Ansonsten habe ich schon viel "krankes" Zeug in Horroranthologien (z.B. "Fleisch") gefunden, und auch z.B. der Festa-Verlag ist ja quasi auf solche Sachen spezialisiert ("Punktown" von Jeffrey Thomas würde für mich auch in diese Kategorie gehören).

Bei "zwischen krank und genial" fällt mir aber tatsächlich auch als erstes Kafka ein. 


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koali

47, Männlich

Beiträge: 3723

Re: Autoren zwischen krank und genial

von koali am 01.07.2015 02:40

Viel über Autoren kann ich nicht sagen (dafür lese ich zu wenig)... aber King enpfand ich immer als extrem langweilig.

Als Krank habe ich Kafka in Erinnerung!


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Trollchen

-, Männlich

Beiträge: 117

Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen

von Trollchen am 01.07.2015 02:34



Ich verstehe nicht, warum ich dann gleich am Kernsystem rumfeilen muss. Das passiert ja auch, dass sich Regelwerke fast komplett zu verändern scheinen (Bei DSA 3 und DSA 4 liegen ja Welten dazwischen, finde ich.) For what? Wieso? Arrgh! Und wieso Boykottiert sowas niemand?

Es gibt bei jeder neuen Edition zig Leute, die lieber bei einer der vorhergehenden bleiben,
niemand zwingt einen, das neue Zeug zu kaufen. Anfangs bekommt man das alte Geraffel ja sogar noch meist stark vergünstigt nachgeworfen von all denen, die ihren kram abstossen um neue Sachen zu kaufen. Später freilich wird es teurer, wenn nur noch Antiquariate oder Gebrauchtwarenbörsen weiter helfen können und die Sachen an Sammlerwert gewinnen.

DnD 4... Wieso? Was sollen denn diese Dragonborn? Ernshaft, das hat die Forgotten Realms für mich total versaut

Aber ob alte oder neue Edition: ebenso zwingt einen niemand, Regeln 1:1 zu übernehmen.
Dich stören Dragonborn? Lass sie halt weg.
Für Eberron fand ich den Wechsel von 3.5 auf 4 oder auch jetzt auf 5 ebenso verwirrend.
Wesentlich in der Edition 4 war aber was ganz anderes: Das Ganze wurde auf "balancierten Kampf" getrimmt,
alle Klassen vergleichbar nützlich, aber auf Kampffertigkeiten reduziert - mir ging da sehr viel Charme verloren.
Kein Fliegen mehr als dauerhafte Fortbewegungsart, viele Regeländerungen, welche man erst mal verkraften mußte (Ritualmagie, begleiter und deren Aktionen eher alternativ zu eigenen Aktionen, keine Heere von Untoten mehr, welche eigenständig handeln können...).

Man kann die Welt doch einfach bei dem belassen was sie ist

Unabhängig vom System mache ich mir jede Spielwelt wie sie mir gefällt - das Problem ist dann eher die Gruppe zu finden, welche die eigenen Vorlieben teilt, aber da Spielleiter seltener sind als interessierte Spieler finden sich schon Leute.
Zumindest Online, bei heimischen Tischrunden mit überschaubarer Zahl pot. Teilnehmer sind deren Geschmäcker natürlich wichtiger und die eigene Gestaltungsfreiheit dann halt eingeschränkter.

Ja, früher haben sich Regelwerke wesentlich länger gehalten. A-D&D 1&2 (An sich ja sehr ähnlich, da hat das Konvertieren ja kaum Arbeit gemacht) hielten sich gut 20 Jahre oder so?

Das täuscht, weil man älter wird, die Zeit zu rasen scheint und man daher von Änderungen eher verschreckt wird.
D&D begann mit den Basiskästen, AD&D kam kurz darauf, dann Ad&D 2nd Ed., dann der Rohrkrepierer / Schnellschuß D&D 3.0 (was nie hätte so raus kommen dürfen), dann 3.5, 4.0, die Essentials und nu die 5er Version.

Guck mal da:
https://en.wikipedia.org/wiki/Editions_of_Dungeons_%26_Dragons
Auch andere Systeme haben mal mehr und mal weniger lange Zyklen pro Edition, aber wenn sie nicht den Neustart mit neuer Edition vollziehen, dann gehen sie wie beispielsweise Pathfinder halt in die Breite - da schreckt auch irgendwann jeder Neueinsteiger zurück, wenn er die Flut an Regelwerken sieht.

Im Idealfall sucht man sich ein System in einer Edition, welche einem zusagt und spielt diese dann, muß aber halt bei eingestellten Systemen unter Umständen mehr eigenen Entwicklungsarbeit investieren. Früher haben wir uns ganze Regelsysteme selber zusammen gebaut aus dem Besten aller Welten

Die Regeln erachte ich als Mittel zum Zweck, als Werkzeug, keinesfalls als Selbstzweck.
Von daher müssen sie halt hinreichend funktional sein, dass man damit arbeiten kann,
aber sollten auch nicht zur Wissenschaft für sich mutieren.



"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."

Marie von Ebner-Eschenbach

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Und auf trollchen.com und twitch

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Sarmur

49, Männlich

Beiträge: 38

Re: The Chaosium System

von Sarmur am 01.07.2015 02:09

Meinerseits lese ich gerade Clockwork & Chivalry 2nd, ein Spiel das zur Zeit eines alternativen englischen Bürgerkriegs spielt.

Dann solltest du vielleicht mal von Michael Moorcock die Runenstab Bücher lesen^^


Sturmbringer ist eine sehr düstere Fantasy Welt. Es herrscht dort Krieg zwischen zwei Fraktionen von Götter. Die Ordnung und das Chaos. Wobei Chaos nicht mit Böse gleichzusetzen ist. Es gibt hier nicht das klassische Böse und das Gute, die gegeneinander Kämpfen. Nur durch das Chaos entsteht zum Beispiel neues in dieser Welt. Früher oder später werden die charaktere in diesen Glaubenskrieg mit hinein gezogen, auf eine Seite. Es gibt zwar Magie, aber nicht in form von Zaubersprüchen, wie in den meisten Systemen. Man beschwört bei Sturmbringer verschiedne Dämonen und Elementarwesen, die einen dann eine anzahl Befehle ausführen. 

Das System ist tödlicher als andere Rollenspiele, wie zum Beispiel Pathfinder und DSA. Man muss sich gut überlegen, mit was man sich anlegt und mit was besser nicht. 

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Trollchen

-, Männlich

Beiträge: 117

Re: The Chaosium System

von Trollchen am 01.07.2015 01:02

Ich hab bislang bloß Runequest gespielt,
da flogen dann halt regelmäßig Gliedmaßen durch die Gegend.
Aber man hatte einen enormen Respekt vor Gegnern in Überzahl oder mit Fernkampfwaffen,
drei Armbrüste, die auf mich zielen? Öhm... Vielleicht sollte man sich ergeben?
(Oder in Deckung hechten).

Das Kampfsystem braucht dann halt auch entsprechende Heilzauber, sonst isses arg zerstörerisch,
Geister fand ich sehr stark, auch manche Gegner waren ultrafies bis unkaputtbar.
Das "ich brauche da noch ein Kreuz" (zwecks Steigerung) führte gelegentlich zu sonderbaren Spielsituationen,
aber alles in allem war es gut spielbar und spaßig, aber halt doch deutlich anders als andere Systeme
(auf D20, D6 oder ähnlicher Basis).

Geliebt habe ich bei Runequest die Trolle,
das größte Problem bei uns war aber, dass die Spieler alle "ihren Glauben" sehr extrem ausgespielt haben,
da sich niemand unterordnen wollte, lief es regelmäßig darauf hinaus, dass man sich gegenseitig umgebracht hat.
Und es wurde sehr viel intrigiert. Lag wohl im Wesentlichen an den Spielern,
auch wenn die Spielwelt das meiner Meinung nach mit begünstigt hat, da halt wirklich viele miteinander im Zwist lagen.
Und mit vielen "Glaubensrichtungen" konnte ich mich halt auch nicht anfreunden.

"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."

Marie von Ebner-Eschenbach

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Caco

29, Männlich

Beiträge: 271

Re: GW-Tabletopper hier?

von Caco am 01.07.2015 00:56

also mit den neuen Koffern ist das eigentlich kein Problem mehr
da passt sogar das neue Nagash Modell rein
Sollte also auch reichen für Tyrannocten und etc ;D

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blckmirror

56, Männlich

Beiträge: 21

Re: H. P. Lovecraft

von blckmirror am 01.07.2015 00:18

Schon geschehen!

Autoren zwischen krank und genial 

neulich auf einer schmalen Brücke: "You shall not pass!"


Gedanken vor dem wöchentlichen Aufräumen und Saubermachen:
"Ich bin das Opfer eines universellen Prinzips, der Entropie!"

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blckmirror

56, Männlich

Beiträge: 21

Autoren zwischen krank und genial

von blckmirror am 01.07.2015 00:17

Ok, auf Anregung von Clawdeen mache ich ein neues Thema in der Sabbelecke auf

Ich erwähnte im Zusammenhang mit H.P. Lovecraft, dass ich Stephen King zeitweise krank finde. Diese Feststellung traf ich in meiner Jugend, und muß sie nun, nachdem ich im Laufe der Jahre eine Menge Bücher z.B. Schwedischer und US-Amerikanischer Thriller-Autoren mit Abscheu weggelegt habe, relativieren.

Aber... man stelle sich vor, dass ich als 18-jähriger kaum länger als erforderlich auf dem Klo geblieben bin, weil ich ES gelesen hatte!  Das ich in der Zeit auch weitergelesen habe, z.B. Friedhof der Kuscheltiere und anschliessend von dem Film angeekelt war, wo Mister King an der Umsetzung beteiligt war, und ein sabbernder Kinderzombie seine Eltern beißt. Wie King es immer wieder geschafft hat, mir meine Alltagswelt zu vergruseln, das war echt krank! Schreckgespenst und der Rasenmähermann haben ihr Übriges beigetragen, man sieht, ich war trotz Abscheu doch neugierig  

Genial, gradezu Lovecraft'sch waren die Türen am Strand, durch die der Revolvermann in einem der ersten Bände des Turmzyklus ging und wo er den großen Krabben begegnet (die ihn dann natürlich auch nach Kräften zu verstümmeln suchen...). Sehr gut auch einer der modernen Vampirklassiker, wenn ich so sagen darf, "Brennen muß Salem". 

Wenn ich an "Carrie" denke, an "ES" oder an "Das Ende eines Sommers", glaube ich, dass er als Kind oder Jugendlicher eine krasse Zeit hatte.

Phantastisch finde ich Langoliers. Ich sah zuerst den Film und fand die Story hammer! Habe mir dann das Buch gekauft und fand, dass der Film eins-zu-eins das Buch war (was mich ein bissl enttäuschte).

@Clawdeen: Ich hoffe, ich konnte die Sache mit Stephen King etwas erhellen

Welche Autoren schweben für euch zwischen krank und genial? Bin schon sehr gespannt!

Gruß
blckmirror

neulich auf einer schmalen Brücke: "You shall not pass!"


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"Ich bin das Opfer eines universellen Prinzips, der Entropie!"

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.07.2015 00:20.
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