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Penumbra_Wolf
Gelöschter Benutzer

Re: [Grusel-Mystery Geschichte] Der Spiegel

von Penumbra_Wolf am 09.01.2017 13:59

Ahoi! 

Habe mir eben kurz deine Geschichte zu Gemüte geführt. Bin zwar weder Literaturfachmann noch ein passionierter Bücherwurm wie viele auf dem Pol, allerdings glaube ich, dass ich dennoch ein paar Vorschläge zu Besten geben kann.


1. Mein Eindruck ist: die Geschichte ist zu kurz. Damit will ich nicht sagen, dass man sie jetzt noch um 1-2 Seiten verlängern sollte. Es geht mir vielmehr darum, dass ich ein paar Elemente vermisse, welche vielleicht dem Stimmungsaufbau dienlich sein könnten. Bspw:

- In welcher Situation befindet sich der Neffe?: [Meines Erachtens in diesem Falle eher optional] Man kann etwas mehr auf den Neffen eingehen und an der Geschichte vielleicht so drehen, dass auch er vielleicht indirekt in Mitleidenschaft gezogen wurde, was er jedoch erst dann zu erkennen glaubt, als er das Manuskript seines Onkels liest... ein bisschen Foreshadowing also.

- Beziehung des Wiedergebenden zum Onkel: Meiner Ansicht nach ist die Beschreibung, dass der Onkel neuerdings ziemlich impulsiv und abgehetzt wirkte etwas wenig. Das der Neffe dann auch noch aussagt, dass er nie großartiges Interesse an dem Erbe des Onkels besaß lässt ihn ihm gegenüber irgendwie leicht... gleichgültig erscheinen? An dieser Stelle wäre es glaube ich angebracht gewesen, näher auf die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Neffe und Onkel einzugehen. Wie dachten Neffe und Umfeld von dem Onkel? Ist ihre Beziehung gestört? Wenn ja, warum? Lebten sie aneinander vorbei? Gab es Anstrengungen aus diesem Status heraus zu kommen? Ist der Neffe sich im klaren darüber, warum gerade er die Hinterlassenschaften erhält? Hat er Erinnerungen an seinen Onkel bevor er begann sich so eigenartig zu verhalten? Wie nahm er dessen Tod wahr? Wenn ihm sein Onkel so gleichgültig war, ist er es ihm nun noch immer, jetzt wo er weiß, dass irgendwas faul war? Das sind alles Fragen die meiner Ansicht nach helfen können, etwas mehr über den Onkel und seinen Neffen herauszufinden. Der Leser wird dadurch vielleicht eher geneigt sein Interesse in die Charaktere zu investieren und das wirkt sich -soweit meine Beobachtung- zuträglich auf die Spannung innerhalb der Geschichte aus. 

- Präsentation: Man hätte meines Erachtens gut 1-2 Beispiele bringen können, die aufzeigen, wie sich der wandelnde Zustand des Onkels auf die ihm Nahestehenden auswirkte, wie sein Neffe auf ihn aufmerksam wurde und was der Onkel in diesem Zustand alles getan hat, was irgendwie sonderlich anmuten könnte. 


2. "Während dieser Zeit nutzte er auch den Taschenspiegel immer öfter, aber wenn er hinein sah fühlte er sich unzureichend und hässlich, je öfter er hinein sah, desto mehr verschlechterte sich auch seine Selbstwahrnehmung und desto öfter sah er hinein."

Irgendwie habe ich Probleme damit, mich mit diesem Satz anzufreunden. Möglich, dass es nur an mir liegt aber ich geb mal trotzdem meinen Senf dazu, da er mich irgendwie irritiert. Zum einen kommt er mir etwas doppelt gemoppelt vor denn: "aber wenn er hinein sah fühlte er sich unzureichend und hässlich" - deutet bereits darauf hin, dass seine Selbstwahrnehmung angeschlagen zu sein scheint.

Seine Erkenntnis [oder doch die des Neffen? Es wird nämlich nicht klar gesagt.] wiederum, dass seine Selbstwahrnehmung sich verschlechtert, deutet meiner Ansicht nach darauf hin, dass seine Selbstwahrnehmung doch noch eigendlich recht OK sein müsste. Schließlich nimmt er wahr, dass seine eigene Wahrnehmung von sich selbst falsch ist und an ihr arbeiten könnte. 


2.1. Ich glaube, dass man generell ein paar wiedergegebene Beispiele/"Tagebucheinträge" des Onkels zwischenschieben sollte, um mal von der anderen Seite aus einen Blick auf die beschriebene Situation zu werfen. Diese dürfen ruhig eigenartig und kryptisch sein. Denke, dass man solche Sachen wie in 2. beschrieben so auch besser an den Mann bringen kann, zumal es potentiell Spannung erzeugen kann, mit solchen Bausteinen konfrontiert zu werden.


Ganz allgemeiner Rat:
Die goldene Regel in Film und Literatur ist -wenn ich als Laie richtig liege-: Show, don´t tell - Ergo  mit adjektiv-ausgeschmückten Beschreibungen, Vergleichen und/oder Beispielen arbeiten und Wege finden, die Handlungen der Charaktere dem Leser zu präsentieren, sodass sie geistig und emotional 'greifbar' werden.

In diesem Fall hast du dir das meiner Ansicht nach mehr oder minder verbaut, weil der Neffe den Inhalt des Manuskriptes nur wiedergeben will. Dass er dem Leser sagt, dass das in ihm Geschriebene von wirrem Charakter ist. Ist zwar schön und gut, allerdings wird dem Leser dadurch meines erachtens kein 'handfester' Eindruck von dieser Eigenartigkeit gegeben. Die folgenden 'Erläuterungen' des Neffen zum Inhalt des Manuskriptes und Zustand des Onkels besaßen für mich den Charakter eben solcher. Hier greift dann das umgekehrte Tell, don´t show, wobei des Spannungspotentiales wegen im Grunde das Gegenteil erreicht werden sollte.





Das ist, was mir auf die Schnelle eingefallen ist und nur meine Meinung. Bin etwas auf dem Sprung. Vielleicht haben ja noch ein paar andere Feedback für dich. ^^



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SoulReaper

40, Männlich

Beiträge: 46

Re: Hilfeee!!! (Vorsicht Schule und Cthulhu)

von SoulReaper am 09.01.2017 11:43

Ich seh das wie Azradamus. Wenn du dir alleine die Quellenliste des Wikipediaeintrags anschaust, solltest du mehr als genug Material für deine Facharbeit bekommen.

Wenn du wirklich Meinungen zu bestimmten Fragestellungen haben möchstest, oder eine Liste brauchst von Filmen, Büchern, etc. die meiner Meinung nach von Lovecraft beeinflusst sind, wäre ich bereit hier was zu schreiben.

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tarantinofr...

36, Männlich

Beiträge: 64

Tipps für Sturm auf Innsmouth

von tarantinofreak1 am 09.01.2017 11:02

Hallo, alle zusammen,
ich werde demnächst das Abenteuer "Sturm auf Innsmouth" aus dem gleichnamigen Abenteuerband leiten. Gibt es hier jemanden, der vlt schon Erfahrung mit dem Abenteuer hat, und die mit mir teilen könnte, bzw. ein paar Tipps hat? Z.B. ob das mit den "Chargen" gut funktioniert hat (also die "Ersatzcharaktere" die man während der Missionen zugeteilt bekommt), oder ob man das Abenteuer zwingend mit genügend Spielern bewältigen sollte, um alle Missionen besetzen zu können.
Danke schon mal!  

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Azradamus

37, Männlich

Beiträge: 2481

Re: Hilfeee!!! (Vorsicht Schule und Cthulhu)

von Azradamus am 09.01.2017 10:48

Ich wuerde dir empfehlen auf deutlich zitierbareres Material zurueckzugreifen.
Buecher oder die von dir angesprochenen Medien zum Beispiel.
gerade in der Sparte neue Medien findet sich da sehr viel. Per google-fu bestimmt auch die eine oder andere wissenschaftliche Arbeit. Ist halt leichter nachweisbar als so ein Thread un einem geschlossemen Forum.aus dem du moeglichst ausfuehrlich abschreibst.

sorry, will dir da nichts unterstellen, aber so klingt deine Aufforderung in meinen Ohren. Nutze die Zeit lieber, dich selbst ausfuehrlich zu informieren.

»If they give you ruled paper, write the other way.«
Juan Ramón Jiménez

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.01.2017 10:51.

Feanor

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Beiträge: 44

Re: [cwod/oWod] Suche Spieler ( offair/Ts)

von Feanor am 09.01.2017 10:06

Da ich wieder arbeiten muss kann ich mi zwischen 1800 und 2200

Da stand Feanor auf und die Faust vor Manwe erhebend, verfluchte er Melkor und hiess ihn Morgoth, den Schwarzen Feind der Welt!

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MizukiiPanda

28, Männlich

Beiträge: 49

Re: [cwod/oWod] Suche Spieler ( offair/Ts)

von MizukiiPanda am 09.01.2017 09:41

Mittwoch hört sich gut an ich könnte nachmittags und abends so ab 21 uhr

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TrueSherlock

35, Männlich

Beiträge: 504

Re: Assoziationsketten

von TrueSherlock am 09.01.2017 09:16

Isaac Newton 

Meine letzte Gruppe hat sich leider aufgelöst... ach ja Säurefallen.

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Nebelherr

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Beiträge: 158

Re: Assoziationsketten

von Nebelherr am 09.01.2017 08:22

Witchcraft

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Ahlune

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Beiträge: 23

Re: [cwod/oWod] Suche Spieler ( offair/Ts)

von Ahlune am 09.01.2017 06:30

@ MizukiiPanda , Ich kann diese Woche ab Mi abend,etwa ab 19 uhr. Am Mi kann ich aber auch am Nachmittag. Am We müsste man mal sehen, wenn das besser passen sollte.

"We're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?" Doctor Who

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Sir.Prahlegod

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Beiträge: 27

[Grusel-Mystery Geschichte] Der Spiegel

von Sir.Prahlegod am 09.01.2017 01:02

Der Spiegel

 

Nachdem mein Onkel verstarb erbte ich einige ausgewählte Dinge seines überschaubaren Besitzes: Unter anderem sein Manuskript und einen alten Taschenspiegel.
Am Anfang interessierte mich sein Erbe ziemlich wenig, er war fast nie zu Besuch gewesen und wenn er da war, war er neuerdings ziemlich impulsiv und wirkte irgendwie gehetzt. Irgendwann las ich es allerdings trotzdem:

Das Buch war ziemlich staubig und ich hatte Angst, dass die Seiten zwischen meinen Fingern einfach zerbröselten. Ich werde nun den äußerst verstörenden Inhalt, des Manuskriptes, nur wiedergeben, da mein Onkel sehr durcheinander und verwirrt schrieb. Und es nicht einfach war diese Informationen überhaupt heraus zu kristallisieren.
Alles begann als er auf einem Trödelmarkt einen alten Taschenspiegel erstanden hatte. Seit diesem Einkauf veränderte sich etwas: Er fühlte sích scheinbar verfolgt, beobachtet und unsicher. Irgendetwas Unbegreifliches und Ungreifbares schien sich ihm, ganz gemächlich, aber bedrohend, zu nähern.
Während dieser Zeit nutzte er auch den Taschenspiegel immer öfter, aber wenn er hinein sah fühlte er sich unzureichend und hässlich, je öfter er hinein sah, desto mehr verschlechterte sich auch seine Selbstwahrnehmung und desto öfter sah er hinein. Nach fünf Tagen Benutzung begannen dann die Aussetzer. Es passierte manchmal, dass er morgens aus dem Haus ging, um abends wieder Heim zukommen ohne zu wissen, was er den ganzen Tag über getan hatte. Er fühlte sich zu der Zeit auch sehr schwach, er hatte das Gefühl Energie für mehr als einen Menschen aufbringen zu müssen. Irgendwann war es soweit, dass er, wenn er in den Taschenspiegel sah, den Menschen darin nicht mehr erkannte. Dieser Mensch sah ihm auf merkwürdige, verzerrte Weise ähnlich, nur gefährlicher, brutaler und bösartiger...
Von da an bemerkte er sein Bild im Spiegel immer öfter, nur schien es ihm nicht mehr, wie üblich zu spiegeln, sondern ihn zu beobachten und anzustarren. Manchmal bemerkte er sogar, dass es sich regte, selbst dann, wenn er ohne Bewegung einfach nur da saß. Das Spiegelbild machte auf ihn den verstörenden Endruck als ob es lauerte und nur auf einen richtigen Moment zu warten schien.
Das Letzte was mein Onkel dann niederschrieb war der Vorsatz den Taschenspiegel zu zerstören. Und dann ohne irgendwelche abschließenden Worte brach das Manuskript ab...

Als ich fertig mit lesen war, bemerkte ich, dass es inzwischen Dunkel war. Ich saß in meinem Zimmer und schaute zum Karton in dem ich den Taschenspiegel meines Onkels verstaut hatte und, trotz der sommerlichen Temperaturen, lief mir ein kalter Schauer über den Rücken...

 

Kritik ist erwünscht.

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