Von eigenen Gnaden - Spielbericht

[ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


Zarathustra
Gelöschter Benutzer

Von eigenen Gnaden - Spielbericht

von Zarathustra am 19.10.2013 14:38

Gestern kamen wir zusammen um einen Mario Truant Gedächtnismarathon hinzulegen und nochmal DSA zu spielen, bevor sein Geist aus den Ulissesprodukten weicht und diese Sphären völlig verlässt.

Aus dem schlechten Scherz wurde recht freudvolles Rollenspiel und die Entdeckung eines bislang sehr angenehmen Abenteuers, was ich euch nicht vorenthalten will.

Weil ich denke, dass Mario das so gewollt hätte, werde ich den Text einfahc getippt hier reinhauen, ihn also auf die Ulisses Art völlig "unlektoriert" veröffentlichen. Ich danke für das Verständnis!



Die Charaktere:

Der sich selbst immer zuerst nennende Esel Zarathustra spielte einen Elementarbeschwörer:

Name: Wolfhart vom Birkenhain

Profession: Rashduler Elementarist

Bitch, please?: Ja, kommt gleich!

Werdegang:
Adliger Sohn aus dem Mittelreich, wurde als magiebegabt entdeckt und um den Namend er Familie nicht zu beschmutzen weit weit weggegeben. Da er ein gewisses Talent für die Elementarmagie aufwies, kam er schnell als Eleve nach Rashdul, wo er dann auch ausgebildet wurde. Leider stellten seine Rabeneltern irgendwann die Zahlungen ein und der junge Mann verließ die Akademie mit einem Haufen Schulden. Sein Plan lautete also seiner exorbitanten Rachsucht nachzugeben und den Namen der Familie möglichst hart in den Schmutz zu ziehen. Es verliert sich auf dem Weg nach Gareth kurz seine Spur, unterwegs muss er aber offensichtlich 2500 Abenteuerpunkte und einen zwergischen Söldner aufgegabelt haben...

Charakterausgestaltung:
Ziemlicher ekliger Powergamingcharakter mit fast nur elementarer Beschwörung, elementaren Schadenszaubern und einigermaßen Skills mit dem Flammenkhunchomer

Nun zum Zwerg:

Name: Als ob ich mir so einen dreckslangen Zwergennamen merken würde... Der heißt halt "Zwerg" oder "Hey!" oder "Mein bärtiger Freund", da fühlt er sich ausreichend angesprochen   

Profession: Söldner

Werdegang:
Keine Ahnung, aber Leichen pflastern seinen Weg. Er hat viele kleine Zöpfchen im Bart, für jeden erschlagenen Feind einen. Und irgendwann muss er mal so eine weichei kennengelernt haben, das mit viel zu viel Sternenkraft ausgestattet ist. Aber da er nach eigenen Angaben davon asugeht, dass dieser verrückte Dschinnenherr irgendwann "anfängt Geld zu scheißen", nimmt er das in Kauf und man versteht sich inzwischen ausgezeichnet.

Charakterausgestaltung: Kann kämpfen, muss reichen! 




Der Auftakt:

Nachdem die beiden sich in der Akademie von Schwert und Stab extrem daneben benommen haben, da sie dort versucht haben eine Zauberthesis zu verkaufen (Elementarbeschwörung ist nicht so der Hit für die Weißmagier, die ihre Stäbe ja bekanntlich im Gesäß transportieren) und anshcließend den laden als "äußerst rückständig" beschimpft haben, sind sie natürlich erstmal auf die Straße gesetzt worden. Nun musste ein Plan her, was man in Gareth anstellen kann. Natürlich galt es irgendwo einen Khrogeweihten zu finden, der Söldneraufträge für die beiden vermitteln könnte und unterwegs eine Schenke zu besuchen.

Der Schenkenbesuch verlief extrem ereignislos, der Magier trank ein Gläschen Wein, der Zwerg 6 Humpen Bier, es wurde brav bezahlt, wenn auch mit fremdländischer Währung, dafür aber mit Trinkgeld. Ein Korgeweihter war danach auch schnell gefunden. Kurz bevor man diesen erreichte bemerkte der Magier einen kindlichen Beutelschneider an seiner Geldkatze, ließ kurz seinen Flammenkhunchomer aufflackern und das Kind unverletzt das Weite suchen. Man war sich einig, dass der Schrecken Strafe genug sei und das Kind leben müsse um zu verbreiten, dass man diese zwei Herrschaften besser nicht bestiehlt. Der Korgeweihte hatte leider kaum etwas zu vermitteln, verwies aber darauf, dass die Kirchen der Herrinnen Travia, Peraine und Tsa für einen Wagenzug Geleitschutz suchten. es ging also direkt weiter zum traviatempel, dort wurde der zuständige dickliche Geweihte ausgehorcht. Al dieser verlauten ließ, dass es gut gefüllte Näpfe und keine aktive Beteiligungd er Kirche der Echse gäbe, quartierte man sich im Temepl ein und sagte zu.

Der Wagenzug konnte dank unserer Verstärkung dann auch zeitnah aufbrechen. Es galt Saatgut in das entlegene Wutzenwalde zu transportieren. Neben einigen Kutschern und Ochsengespannen waren noch ein Veteran der Drei-Kaiser-Schlacht, einige Späher, zwei Gardisten, der dicke Geweihte, eine junge Perainegeweihte und ein Gänseritter im Zug vertreten. Für den Zwerg wurde auf einem der Wagen noch ein Fass Bier untergebracht.

Wie diese Reise und damit die ersten der 8 weiteren gespielten Stunden verliefen, werdet ihr in einem zweiten posting lesen, sobald mich die Langeweile reitet  

Antworten

Valerius

-, Männlich

Beiträge: 6

Re: Von eigenen Gnaden - Spielbericht

von Valerius am 19.10.2013 15:24

Schön, dass dir meine oder besser unsere Intepretation des Abenteuers bis dahin gefallen hat. Ich finde, es hat bewiesen, wieviel man aus einer Reiseroute und einer ausgiebigen Nutzung einer Zufallstabelle machen kann.

Auch wenn mich die Arroganz deines Magiers manchmal angenervt habe, muss ich sagen, dass immer noch gerade so die Kurve gekriegt wurde, was ja schon mal etwas Wert ist

Antworten

Zarathustra
Gelöschter Benutzer

Re: Von eigenen Gnaden - Spielbericht

von Zarathustra am 19.10.2013 15:29

Ging aber schnell mit der Langeweile. Irgendwie ist am Wochenende nix los im Netz, was läuft falsch bei euch?



Der Tross verließ die Stadt richtung firuN und holperte eine ganze Weile über die Reichsstraße Richtung Wehrheim. Die Reise verlief auch abgesehen von einem vorbeiziehenden Barden, der uns belustigte, recht ereignislos. Auch wenn der Magier sich schon anch wneigen minuten Fußmarches (Die Wagen waren zu beladen um mitfahren zu können) über die unerträgliche Härte des Söldnerlebens beschwerte.

Kurz vor der ersten Stadt, ihr Name entfiel mir, da sie wohl unbedeutend ist, erlitt eines der Fuhrwerke einen Achsbruch, was ungeahntes Eskalationspotenzial bot. Denn da das Bierfass dabei vom Wagen fiel und auf dem Boden zerschellte, war der Zwerg schon ziemlich angefressen. Als man ihm dann noch mitteilte, dass man deshalb heute Abend kein Gasthaus mehr erreichen würde, da war es ganz vorbei und er fing an zu toben. Schließlich war seine Verzweiflung groß genug mich zu bitten meine Sternenkraft einzusetzen um die Achse zu flicken. Der Magier zog also einen Beschwörungskreis, häufte etwas Erde und Pflanzen auf und beschwor daraus einen Humusdschinn. Dieser erschien als erdverwachsene barbusige Schönheit von hölzerner Gestalt, wie man es sonst nur aus Niedersachsen kennt, denn sturmfest schien sie obendrein! Er bat den freundlichen Lebensgeist eine neue Achse wachsen zu lassen, den Wagen anzuheben und sie einzubauen. Leider sahen das die anderen abergläubischen Hinterwöldler nicht gerne, verwechselten die Kunst dieser elementaren invokation mit Dämonenbuhlerei und der Rittersmann machte sich auf mich niederzureiten. Auch legte eine der Späherinnen mit dem Bogen auf den Magier an, die unattraktiv spitze Ohren aufwies. Der Zwerg stellte sich wacker zwischen seinen Freudn und den Rest der Truppe. Zum Glück gelang es dem Magier den Schwertstreich des heranreitenden Ritters zu parieren und niemand wurde verletzt bevor er darauf verwies, dass er erstens adlig und zweitens im Ernstfall nicht anzugreifen sondern der Gildengerichtsbarkeit zu überantworten sei. Der Weg konnte jedoch immer noch nicht fortgesetzt werden, da der Zwerg nun feststellen musste, dass jemand das Zaumzeug und die Zügel durchgeschnitten hatte. Erneut hieß es man müsse warten bis Ersatz beschafft sei und man werde es nicht mehr in die Schenke schaffen. Natürlich wurde kurzerhand mit Seilen vom Wagen ein Provisorium geschaffen um einen weiteren Tobsuchtsanfall des Zwergs zu vermeiden. Dieser ohnehin etwas paranoide Geselle hielt nun seine Adleraugen offen. Und anch einer Weile konnte er feststellen, dass eine der Späherinnen sich daran zus chaffen gemacht hatte einen Sack mit Saatgut aufzuschlitzen. Er schlich sich heran, stellte die Übeltäterin mit der Armbrust und rief nach dem Geweihten. Da dieser sich zu Gnädig zeigte, wollte der Zwerg die gute etwas vermöbeln, doch als er dazu die Armbrust ablegte versuchte sie zu fliehen. Er nahm sie also wieder auf und zerschoss ihr mit einem Bolzen das linke Bein, das fortan wohl nicht mehr zu gebrauchen sein würde.

Jetzt konnte den Zwerg nichts mehr halten und es war Verhörzeit angesagt. Unter Androhung schlimmster Folter gestand sie zwar, dass sie die Reise zu sabotieren versucht hatte, versuchte aber sichs elbst das Leben zu nehmen, indem sie sich die Kehle mit einem versteckten Dolch durchtrennte. Dem wurde mit einem schnellen Balsam Salabunde begegnet und die gute wurde in Ketten gelegt. Der Zwerg holte sich unsanft seinen Bolzen zurück und nach kurzem Verhör, das iich nicht weiter ausführen werde, waren die Hintermänner schnell aufgedeckt. Diener irgend eines zweifelhaften Thronanwärters, was aber niemanden weiter interessierte.

Es wurde also doch noch an diesem Abend die Stadt erreicht und die Reichsverräterin der örtlichen Gerichtsbarkeit übergeben. Den zwerg zog es natürlich direkt in eine der völlig überfüllten Schenken. Was dort noch geschah, das lest ihr dann im nächsten Posting.

Antworten

Zarathustra
Gelöschter Benutzer

Re: Von eigenen Gnaden - Spielbericht

von Zarathustra am 19.10.2013 15:47

@ Valerius:

Du weißt doch, wenn auf dem Charakterblatt Arroganz 6 steht, dann spiele ich locker 12. Und da steht 8... 

Antworten

Valerius

-, Männlich

Beiträge: 6

Re: Von eigenen Gnaden - Spielbericht

von Valerius am 19.10.2013 16:15

Das sollten wir noch mal ausdiskutieren

Antworten

Zarathustra
Gelöschter Benutzer

Re: Von eigenen Gnaden - Spielbericht

von Zarathustra am 19.10.2013 16:59

Nachteile sind doch Aufhänger für tolles Rollenspiel. Oder willst du jetzt DSA unterstellen, dass es ein idiotisches Kaufsystem zur Heldengenerierung anbietet? Alleine schon, dass sie es Helden nennen...




Nun, unsere HELDEN machten sich also auf in eine der Tavernen. Der Zwerg kämpfte sich förmlich zur Theke durch, kletterte sie hinauf und sang ein zwergisches Lied, es ging wohl um irgendeinen bärtigen Mordbuben. Das unverständige und schon sehr angetrunkene Volk johlte vor Begeisterung. Es galt jedoch nicht nur ein par volle Krüge abzustauben, sondern vor allem ein neues Fass für die weitere Reise zu erwerben.

Von den Preisverhandlungen bekam ich nicht besonders viel mit, da ich hier am Nerdpol kurz einige PNs beantwortete, sonst wäre das Spiel zu stimmungsvoll geworden und dann hätten wir unser DSA gar nicht mehr wiedererkannt.

Das erworbene Fass musste nun aber auch auf den Wagen. Der Magier verkündete lauthals, dass es ind er Nachbartaverne kurz Freibier gebe um den Weg freizubekommen. Leider sorgte das nach kurzer Zeit für eine heftige Keilerei and er völlig verstopften Tür und es ging nun gar nicht mehr voran. Das Fass brauchte also sehr lange um auf den Karren zu kommen.

Die Nacht verlief ruhig und ereignislos und am nächsten Morgen ging die Reise weiter, nun eher etwas gen Osten geneigt. Das Land wurde rauer und die Begegnungen wurden es auch. Nicht nur, dass der Zwerg während einer seiner Wachen einen Ghul mit zwei Hieben in Stücke schlug, auch wurden meinem Magie von vorbeiziehenden Praioten böse Blicke und Belehrungen bezüglich seiner unkorrekten Reisekleidung entgegengeworfen. Sabotageakte gab es jedoch keine mehr. Dafür eine Horde hungriger Heimatflüchtlinge, irgendwelches heruntergekommenes Bauerngesindel, die unseren Tross um Vorräte anbettelten. Da sich die Geweihtenschaft in Anbetracht der Knappen und anderweitig bestimmten Ressourcen als denkbar unbrauchbar erwies, beschloss der Magier die Armen zu speisen. Er führte die Leute in den nahegelegenen Wald, beschwor abermals einen Humusdschinn und ließ ihn reichlich Früchte an einige Sträucher bringen. DIe Hungernden konnten sich an den Beeren gütlich tun und sich Vorräte bis zur nächsten Stadt einstecken. Diese erneute Invokation blieb von den Hinterwäldlern des Trosses unbemerkt. Und den Hungernden war es denkbar egal wo ihr Essen herkam.

Unweit dieser Begegnung stießen wir auf eine Zollstation. Da diese sehr improvisiert aussah und auchd er Traviageweihte nichts davon wusste, machten wir uns auf einen Kampf mit dreisten Räubern gefasst. Als der Hauptmann auf den Zwerg und den Magier zumarschierte berichteten diese ihm, was sie geladen hätten, wofür es bestimmt sei und dass sie sich auf einer heiligen Queste befänden. Der Hauptmann zeigte sich äußerst wohlwollend, er ließ sich und seine Leute demütig von den Geweihten segnen und gab den Zoll, den er kurz zuvor reichen Händlern abgenommen hatte als Kirchenspende an den Traviageweihten weiter. Ein Kampf, bei dem wir woh mal richtig auf die Backen gekriegt hätten (Die AE des Magiers strebte nach der letzten Beschwörung gegen Null...), blieb zum Glück aus.

Unweit des Zollpostens fanden die reisenden Unterschlupf bei einer freundlichen Bauernfamilie. Die Gemeisnchaft wurde gut verpflegt, die Wagen konnten in der Scheune untergestellt werden und man feierte zusammverlief ebenfalls unspektakulär. en, was der Vorratskammer der Bauern sicherlich nicht sonderlich gut bekam. Die Geweihtenschaft nahm sich der schwer kranken Frau des Bauern an und wir genossen eine geruhsame Nacht ohne ärgerliche Zwischenfälle. 

Die weitere Reise bis Wutzenwalde verlief nun völlig unspektakulär. Wir wurden von jubelndem Bauernvol empfangen und natürlich ging es für uns wieder direkt in die nächste Taverne... Fortsetzung folgt!

Antworten

Zarathustra
Gelöschter Benutzer

Re: Von eigenen Gnaden - Spielbericht

von Zarathustra am 21.10.2013 13:48

In der Taverne passierte dem Magier das schlimmste, was einem Mann passieren kann: Er traf angeheitert auf eine heiratsfreudige Frau...

Während der Zwerg sich gleich wieder dem Bier zuwandte, suchte sich der Magier eine attraktive Bauernstochter, setzte sich zu ihr, orderte Wein und vertrug ihn leider weit schlechter als seine Gesprächspartnerin. Der Magier erzählte von den Abenteuern der Reise, dem Leben und der Mode in den großen Städten Rashdul, Khunchom, Zorgan, Gareth und wo er sonst noch gewesen war und forderte shcließlich den Zwerg auf noch einmal sein blutrünstiges Lied zu singen. Der Zwerg fühlte sich jedoch zuvor dazu geneigt der versammelten Gruppe einen schwienischen Witz über einen Elfenkönig und ein Schaf zu erzählen um die spitzohrige Späherin zu ärgern. Nach dem derben Witz sang er dann wieder sein Lied. Der Magier tat dreist so als spreche er Rogolan und leiferte eine erfundene Übersetzung für die Bauerntochter, was diese schwer beeindruckte. Leider war der Magier inzwischen stark vom örtlichen Wein beeindruckt und sein interesse an ihr stieg, weshalb er anfing anzugeben, mit all den anderen Sprachen die er spreche und verband das aufreißerisch geschickt mit seiner hohen Kundigkeit bezüglich der nächtlichen Gestirne. Er erzählte also schon leicht lallend auf tulamidisch über die Sternbilder und übersetzte dann brav. Und welche Bauerntochter aus Inzuchthausen in Hinterwalding wäre ihm wohl nicht verfallen?

Die Reisenden, die den Treck begleitet hatten, wurden zum Obermufti (mir entfiel die korrekte Bezeichnung, bitte nachliefern Valerius!) der Perainekirche gebeten. Dieser wolle sie ehren und ihnen ein Geschenk überreichen. Natürlich kam man der Aufforderung nach. In dem Dorfvolk, dass sich dies nicht entgehenlassen wollte und dem Trupp folgte war selbstverständlich auch die Bauerntochter enthalten. Dem Traviageweihten,d er die Reise angeführt hatte, war das Techtelmechtel nicht entgangen und er nutzte die Chance den beiden mitzuteilen, dass sie doch ein nettes Paar abgäben und er natürlich für den Ritus des Gänsebundes zur Verfügung stünde. Der Bauerstochter, die schon einen Ausweg aus ihrem eintönigen Leben hin zu den Geschichten aus tausend und einer Nacht des Magiers sah, war von der Idee natürlich angetan. Leider war der angetrunkene Magier dies auch. ich verweise hierzu auf seinen Werdegang. Im angetrunkenen Schädel schien ihm die Heirat mit einer unfreien doch eine wudnervolle Idee den Namen seiner Familie mit Füßen zu treten. Der Zwerg, ein wahrer Freund in der Not (!), griff jedoch ein und ermahnte, dass solch heilige Bünde nicht voreilig geschlossen werden sollten und man das ja morgen beraten könne.

Die Ehrung verlief unspektakulär. Der Zwerg, der ein Festmahl und Gold erwartet hatte, war von der dürftigen Grütze und dem hölzernen Storchenanstecker doch sichtlich enttäuscht. Das umstehende Volk war jedoch angemessen beeindruckt und bejubelte uns abermals.

Die Bäurin wollte natürlich von ihrem zukünftigen Verlobten nach Hause gebracht werden. Dieser erinnerte sich jedoch an die Worte seines bärtigen Freundes und vermied alles, was als Vollziehen der Ehe gewertet werden könnte und beließ es bei einem Abschiedskuss an der Tür. Man sehe sich ja morgen wieder.

Der nächte Morgen kam nach einer ereignislosen Nacht. Leider erschien die fixe Idee dem Magier im nüchternen Kopf sogar noch gelungener um seine Eltern zu ärgern. So stand man jetzt vor einem Problem, denn man konnte schließlich nichtd er Bauernfamilie die Tochter und erstrecht nicht einfach dem Baron eine Leibeigene stehlen. Nach einigem hin udn her und harten Protesten des Zwergs einigte man sich auf folgendes:

1. Zur Sicherung des Lebensabends des Bauern, dessen einzige Tochter nun bald fort sein würde, sollten diesem 20 Dukaten zukommen, damit er der Heirat zustimmt. 15 davon wurden angezahlt, 5 weitere sollten nachgesendet werden. Der Mann war entsprechend glücklich.

2. Dem Traviageweihten wurde zugesichert, dass man ihn gratis nach Gareth zurückeskortieren würde. Dafür würde er bis Gareth die Bauerstochter als akoluthin der Traviakirche mitnehmen. Natürlich um sie shcon einmal in den wichtigsten grundlagend es Traviabundes theoretisch vorzubereiten und dann in Gareth die Trauung zu vollziehen.

Nachdem all dies erledigt war, musste der Magier mal wieder für den Zwerg in die Tasche greifen, denn dieser war onst völlig uninteressiert den ganzen Unfug zu unterstützen. Verständlich!

Was aus der Rückreise und den frisch verlobten wurde, das erfahrt ihr dann im nächsten Posting!   

Antworten

Zarathustra
Gelöschter Benutzer

Re: Von eigenen Gnaden - Spielbericht

von Zarathustra am 25.10.2013 13:44

Wutzenwalde ließen wir also hinter uns. Das Bauernschnittchen jetzt in orange gekleidet an der Seite des Geweihten und unser tapferer Magier und unserer noch viel tapferererererererer Zwerg. Der Rückweg drohte gerade langweilig zu werden, als wir an dem Bauernhaus vorbeikamen, in dem wir uns auf der Hinreise hatten einquartieren dürfen. Dummerweise war der Hof teilweise niedergebrannt worden und wir fanden in den Trümmern der Scheune eine Leiche. Die einzige anwesende Überlebende war die schwerkranke Bauersfrau, die grob misshandelt und zu einem elendigen Ende verdammt in ihrem Bett zurückgelassen worden war. Ihr Söhne hatte man geraubt und den Mann getötet. Es brauchte keine lange Beratung um festzustellen, dass es das Beste sei den Traviageweihte zurückzulassen um sich um die alte Frau zu kümmern, während der Rest aufbrechen würde um die brandschatzenden Mordbuben einzuholen und zur Rechenschaft zu ziehen.

Man nahm die Fährte auf und folgte ihr bis in die Nacht hinein, wo man nach einiger Zeit in der Ferne Feuer leuchten sehen konnte. Die kleine Gruppe schlich sich an (ausgerechnet die Traviaakoluthin erwies sich als die beste Schleicherin...) und stellte fest, dass es sich um noch einen niedergebrannten Hof handelte. Dort gab es wieder Überlebende, die ebenfalls berichteten, dass Menschenfänger dort gewesen seien und den Nachwuchs geraubt hätten. Diese Leute sahen allerdings so aus, als könnten sie sich halbwegs selbst versorgen. Man steckte uns, dass im benachbrten Zweimühlen ein finsterer Schwarzmagier die Herrschaft an sich gerissen habe und dass wir wahrscheinlich dort fündig werden würden. Sein Weib nicht eventueller Schändung preiszugeben ließ der Magier es schweren Herzens zurück und machte sich mit dem Zwerg zu zweit auf in Richtung der Stadt. Vorher hatte er jedoch noch sein Elementarbeschwörergewandt gegen Lumpen der Bauern getauscht. Es galt schließlich mit dem Schwarzmagier zu verhandeln un da wollte er sich nicht gleich als dämonenjagender Elementarbeschwörer outen ^^.

Die Stadt konnte ohne große Schwierigkeiten betreten werden und wir erfuhren auch wo der Magier residierte, nämlich nattürlich in der alten Grafenburg im Stadtzentrum. Da man nun wusste wo der Bösewicht zu finden sei, machte man sich sogleich auf ihn zu erreichen. Vor dem Eingangsportal standen um die 20 Wachleute herum, eine ziemlich abgefuckte Söldnerschar. Da sie uns natürlich keinen Einlass gewähren wollten beschloss der Magier den Zwerg in einen Kampf zu verstricken um sich hineinzuschleichen. Zwar war der Hauptmannd er Truppe nur all zu gerne zu einem Kräftemessen bereit, doch den Magier ließ man nicht gehen. Es wurde ein kreis um den Kampfplatz gebildet und der arme Magier hatte sich einzureihen. Auch wenn der Hauptmann ein wirklich kompetenter Kämpfer war, gelang es dem Zwerg mit zwei wirlich glücklichen Treffern ihm erst den Schildarm zu zerschmettern und ihm dann den Schwertarm abzuschlagen um ihn anschließend zu töten.

Zum Glück zeigte sich der Rest der Truppe schwer beeindruckt und fiel nicht als wilde Schar über uns her. Und so fand sich nun auch jemand, der bereit war zumindest den Lehrling des finsteren Schwarzmagiers ins Freie zu locken, damit der Magier mit ihm reden könne. Der Kurze erschien und stellte sich als dummdreister Klugscheißer heraus. Er verkündete, dass sein Meister nicht gestört werden dürfe. Er sei aber bereit dem Magier für die Thesis seines Zaubers zum Golembau 500 Dukaten anzubieten. Der Magier solle ihn nur in die Bibliothek begleiten, während der Zwerg draußen wartete. In der Hoffnung auf Ignifaxiusreichweite an den Schwarzmagier heranzukommen folgte er der Einladung.

Leider wurde er im Gebäude nicht angegriffen sondern tatsächlich in die Bibliothek geführt, wo man ihm Schreibzeug anreichte und wo ihm vom Bibliothekar gesteckt wurde, dass die Wände hier Augen und Ohren hätten. Den Magier beeindruckte das wenig und während man Dukaten vor ihm aufhäufte schrieb er die Thesis zum "Staub wandle!" nieder, jedoch mit einigen kleinen Fehlern, die er sich während seiner Studienzeit in Rashdul hatte mit viel Schweiß und Tränen abgewöhnen müssen, um dem geschätzten Kollegen etwas völlig unbrauchbares zu hinterlassen. Nachdem er fertig war begann der Magier erstmals zu bereuen, dass er sich nie intensiver mit Analysemagie auseinandergesetzt hatte, denn er rechnete schwer damit, dass man versuchen würde ihn mit Blutgold abzuspeisen und so dann auch gleich zu beseitigen. Der Odem misslang natürlich...

Mit vollen Taschen machte sich der Magier wieder auf zum Zwerg, der noch ein wneig vor der Tür gestänkert und sich dann die Stadt angesehen hatte. Er hatte aber nicht viel feststellen können, außer, dass einige Söldner mit ihrme Dienst nicht sodnerlich zufrieden schienen, es ein Bordell ganz ohne Zwerginnen doer wneigstens besodners dralle Dirnen gab und dass die Tempel neidergebrannt oder entweiht worden waren. Inzwischen war er zurückgekehrt udn empfing den Magier. Man machte sich gemeinsam auf in eine berüchtigte Schenke, dort wollte man mit einigen Söldnern ins Gespräch kommen. Unterwegs bezahlte der Magier ein kleines Kind um zu überprüfen, ob sie von Gotongis verfolgt würden, was sich als wahr erwies. Jedoch konnte das Kind berichten, dass sie sich nur in einem gewissen Radius um die Burg bewegten.

Vor der Schänke wurde der spielabend erstmal beendet, nachdem der Magier dem Zwerg noch geraten hatte die Finger von seinen Dukaten zu lassen, falls er den nächsten Morgen nicht erleben würde.

Ob er das tun wird und was sonst noch geschehen wird, das erfahre selbst ich erst am 5.11. und dann wird es hier auch zügigst weitergehen mit weiterem besinnlichen Truantgedenken.

Antworten

« zurück zum Forum